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Medienarchiv der Hans-Henning Endres GmbH & Co. KG

 

1. 1945 - 1951 Gründung und Aufbau der Firma Hans-Henning Endres

  • 15.Oktober 1945 Gründung
  • 29.November 1951 vertragliche Zusammenarbeit mit der Daimler-Benz Aktiengesellschaft als Unimog-Generalvertretung für Berlin (West)

Hans-Henning Endres und seine Frau Margarethe gründen nur fünf Monate nach Kriegsende am 15. Oktober 1945 im weitgehend zerstörten Berlin ihre Firma. Die Selbständigkeit erscheint zu der Zeit die deutlich bessere Alternative zur allgegenwärtigen Arbeitslosigkeit zu sein. Der Handel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Kleingeräten lässt sich den damaligen Verhältnissen entsprechend in der Garage des Privathauses in Berlin-Frohnau, Pfadfinderweg 13 bewerkstelligen.

Hans-Henning Endres hat in den Jahren zwischen dem Erstem und dem Zweiten Weltkrieg bereits umfangreiche Erfahrungen im Vertrieb von landwirtschaftlichen Maschinen sammeln können. Die Unternehmen Hanomag in Hannover und Lanz in Mannheim stellten dabei wichtige Stationen seines beruflichen Lebens dar. Zuletzt war er bei der „Maschinen-Einkaufs-Zentrale landwirtschaftlicher Genossenschaften“ (Mezentra) in Berlin tätig.

Mit guten Fach- und Marktkenntnissen ausgestattet, weiß Hans-Henning Endres sehr genau, was in Berlin an landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten gefragt sein würde.

1945: Visitenkarte Hans-Henning Endres -  Pfadfinderweg

Zunächst ist der Firmensitz in der Garage des Privathauses im Pfadfinderweg 13 in Berlin-Frohnau.

In den drei westlichen deutschen Besatzungszonen tritt am 20. Juni 1948 die Währungsreform in Kraft, und die „Deutsche Mark DM) ersetzt von nun an die bis dahin gültige „Reichsmark“ und Rentenmark“. Mit einem sogenannten „Kopfgeld“ von 40 DM pro Person (und Umwandlung gesparter Guthaben in das neu eingeführte Zahlungsmittel) geht es erneut in eine ungewisse Zukunft

Preisliste von 1949 von H.-H. Endres, Werkvertretungen / Großhandel

Die Blockade der drei Berliner Westsektoren durch die Sowjets vom 24.Juni 1948 bis 12.Mai 1949 erschwert dem Ehepaar Endres den Start in die Selbständigkeit zusätzlich.

In dieser politisch und wirtschaftlich äußerst schwierigen Zeit wird im Jahr 1949 in der Flottenstraße 43, in Berlin-Reinickendorf Geschäftsräume an.

1949: Visitenkarte Hans-Henning Endres - Flottenstraße

1950: Messestand Grüne Woche am Funkturm, Berlin

Im August 1948 findet in Frankfurt am Main mit der DLG-Ausstellung die erste große Leistungsschau nach dem zweiten Weltkrieg statt. Auf dieser Landwirtschaftsmesse wird der Unimog erstmals als sensationelle Neuheit der Fachwelt vorgestellt. Er war ursprünglich als „motorgetriebenes Universalgerät für die Landwirtschaft“ gedacht.

Der Besuch der DLG-Ausstellung stellt für den Jungunternehmer Hans-Henning Endres eine Pflichtveranstaltung dar - und dort wird er zum ersten Mal in Kontakt mit dem neuartigen Ackerschlepper kommen. Er erkennt schnell das Potential dieses einzigartigen Fahrzeugs, das weniger einem Traktor, denn einem Kleinlaster gleicht.

Jetzt sieht Hans-Henning Endres die Möglichkeit gekommen, sich dort als selbständiger Handelsvertreter zu empfehlen. Allerdings teilt ihm die Daimler-Benz Aktiengesellschaft am 06.Oktober 1951 erstmal mit, dass sie in Berlin bereits mit einem anderen Unternehmen in Verbindung steht und der erste Unimog demnächst ausgeliefert wird.

UNIMOG-Schlepper Schreiben öffnen

Doch Hans-Henning Endres gibt sich mit dieser Absage nicht zufrieden: In einem weiteren Schreiben legt er kämpferisch seine Qualifikation nebst seiner bisherigen beruflichen Entwicklung dar. Auch eine Reise nach Gaggenau zur persönlichen Kontaktaufnahme ist ihm das Projekt wert, und das mit Erfolg.

08. November 1951 Hans-Henning Endres bedankt sich bei Herrn Direktor Dr. Rummel für die außerordentlich freundliche Aufnahme am 06. November 1951 und dass er sich jetzt ebenfalls zu den Mitstreitern für den Unimog zählen darf.

UNIMOG-Schlepper Schreiben öffnen

Am 29. November 1951 übernimmt Hans-Henning Endres für die Daimler-Benz Aktiengesellschaft die UNIMOG-Generalvertretung in Westberlin.

Bestätigungsschreiben öffnen

Westberlin liegt als Enklave in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und ist somit vom Umland wirtschaftlich getrennt.

Originalkarte aus dem Vertretungsvertrag öffnen