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Medienarchiv der Hans-Henning Endres GmbH & Co. KG

Unimog und MB trac Schätze aus Berlin

Die Fahrzeugsammlung stellt einen historischen Bezug zur Geschichte der Firma Hans-Henning Endres dar. Damit lässt sich sehr gut die Entwicklung der Fahrzeugtypen von der relativ einfachen und dennoch genialen Entwicklung der UNIMOG Ursprungsmodelle über verschiedene Stufen bis in die Neuzeit illustrieren.

Die Geschichte des Unimog mit den vier in Schwäbisch-Gmünd entwickelten, gebauten und erprobten Fahrzeugen wird in anderen Veröffentlichungen ausführlich beschrieben. Die Produktion von insgesamt 602 Fahrzeugen mit der Typenbezeichnung 70200 erfolgte bei der Firma Boehringer in Göppingen, die aufgrund von Demontagen ihr bisheriges Fertigungsprogramm nach dem Krieg zunächst nicht wieder aufnehmen konnte. Die Resonanz dieser ersten Fahrzeuge kombiniert mit einer aus heutiger Sicht und für die damalige Zeit unglaublich engagierten Vorführungs- und Werbeaktivität motivierte dann im Jahre 1950 die Daimler AG, das Erfolg versprechende Produkt in ihr Lieferprogramm zu integrieren. So wurde ab dem 4.Juni 1951 der UNIMOG im Werk Gaggenau der Daimler-Benz AG mit der Baureihenbezeichnung UNIMOG 2010 produziert. 

Die besseren Möglichkeiten des Konzerns im Hinblick auf wirtschaftliche Fertigungsmethoden gaben dem Produkt UNIMOG einen wesentlichen Schub, der u.a. auch die unter der Themenkachel "Firma Hans-Henning Endres" beschriebene Partnerschaft mit der Firma Endres als Generalvertretung für Berlin erlaubte. Berlin muss man sich in der damaligen Zeit als Insel vorstellen, die auch noch durch die Sektorenteilung generell und im Blick auf Ost-Berlin darüber hinaus auch sehr speziell im täglichen Miteinander beeinflusst war. Vieles in der ehemaligen Reichshauptstadt war entweder zerstört oder demontiert, das Hinterland durch die Gründung der DDR abgeschnitten und weitgehende Autonomie das Diktat zum Überleben.

So waren in Berlin Berufe und Tätigkeiten in der obersten Prioritätsreihe, die heute nicht mehr existieren oder lediglich ein Schattendasein führen. Landwirtschaftsbetriebe, Speditionen im Nahverkehr, Kohlenhandlungen, und vieles mehr waren Garanten der Versorgung.

Folgende Unimog Fahrzeuge werden vorgestellt:

  1. Unimog U 2010 mit Müller-Mitteltal Einachs-Anhänger
  2. Unimog U 401 mit Schneepflug BSR
  3. Unimog U 401 mit Schneefräse BSR
  4. Unimog U 406 mit Schneefräse BFG
  5. Unimog U 416 mit Ruthmann Schräghubwagen Polizei
  6. Unimog U 421 mit Kehrmaschine Feuerwehr
  7. Unimog U 406 mit Breitreifen BWB
  8. MB trac mit Kehrmaschine BFG

Da die Fahrzeugsammlung u.a. einen historischen Bezug zur Geschichte der Firmengruppe Endres darstellt, wurde eine chronologisch geordnete Beschreibung der einzelnen Fahrzeuge gewählt. Damit lässt sich auch sehr gut die Entwicklung der Fahrzeugtypen von der relativ einfachen und dennoch genialen Entwicklung der Ursprungsmodelle über verschiedene Stufen bis in die Neuzeit illustrieren.

1. UNIMOG U 2010 Baujahr 1953 mit Müller Einachs-Anhänger

Der UNIMOG 2010 von 1952 aus der Sammlung von Hans-Rüdiger Endres ein sprechendes Beispiel für die zuvor beschriebenen Kundensegmente und ebenso eines der ersten Fahrzeuge, die durch die Firma Endres in Berlin verkauft werden konnte.

Ursprünglich erfolgte die Dokumentation zur Ablieferung eines UNIMOG aus dem Gaggenauer Werk neben den im Kraftfahrzeugbrief bzw. Kraftfahrzeugschein dokumentierten Daten in einem sog. Ablieferbuch, welches bis 1959 getrennt nach Inlands- bzw. Export-Lieferungen geführt und dann ab 1960 durch eine Datenkarte ersetzt wurde. Parallel lässt sich diese quasi-Geburtsurkunde auch aus der Kundenliste der Firma Endres nachvollziehen:

In der ersten Kundenliste wurde das Fahrzeug am 05. März 1953 an Herrn Wilhelm Zickerick, Melkereibesitzer, Berlin-Borsigwalde zugelassen. Vermerkt sind hier ferner Sonderabtriebe (hintere Zapfwelle), Druckluftanlage (pneumatischer Kraftheber), Mähwerk sowie Zwillingsbereifung.
Es war der 16. durch Firma Endres in Berlin verkaufte UNIMOG.

Als weitere Quelle zu den Ursprüngen dieses UNIMOG können wir auch den damaligen Kraftfahrzeugbrief ansehen. Hier ist u.a. noch vermerkt, dass der UNIMOG in der Farbe Unimog-Grün DB 6286 (Tannengrün), der Frontgrill in DB 3534 / RAL 3002 (Karminrot) lackiert war.

Kfz-Brief - Zulassungsdaten und technischen Daten

Unimog Prospekt von 1952

Unimog Preisliste vom Dezember 1951

Der UNIMOG U 2010 mit der Fahrgestellnummer 2010-4-03124/52 ist ausgerüstet mit dem Vierzylinder-Dieselmotor OM 636.914 mit einem Hubraum von 1767 cm³ und einer Leistung von 25 PS bei 2350 U/min.

Das damalige amtliche Kennzeichen lautete: KB 054-380.

Das Kürzel -KB- bedeutet "Kommandantura Berlin" und wurde in der Zeit vom Feb. 1948 bis Juli 1956 benutzt.

Fahrzeugkauf durch Hans-Rüdiger Endres am 12.Mai 2009. 

Weitere technische Daten:

  • Leergewicht 1926 kg
  • Zulässiges Gesamtgewicht 3150 kg
  • Geschwindigkeiten 3,5-50 km/h
  • Bereifung 6,50-20
  • Maße Länge/Breite/Höhe in mm 3460/1630/2035
  • Getriebe MB mit sechs Vorwärts- und zwei Rückwärtsgängen, während der
  • Fahrt zuschaltbarer Vorderradantrieb und Differenzialsperren
  • Elektrik 12 Volt-Anlage mit Gleichstromlichtmaschine 14 Volt, 20 Ampère
  • Fahrerhaus mit Klappverdeck, Sitzplatz für Fahrer und Beifahrer
  • Türen mit Steckfenstern

Kennzeichen später: B-CP 620,
Streckenleistung bis 2009 43044 km,

28.05.2011 - Unimog U 2010 mit Müller-Mitteltal Einachs-Anhänger beim Jubiläum 125 Jahre Kurfürstendamm / Oldtimer-Corso auf dem Ku’damm zum 125. Geburtstag des Automobils mit rund 1250 wertvollen Oldtimern aus ganz Europa.

27.08.2011 - Unimog U 2010 mit Müller-Mitteltal Einschs-Anhänger beim Jubiläum 125 Jahre Automobil auf dem Flughafen Tempelhof.

15.04.2014 Unimog U 2010 beladen mit Milchkannen, Endres Werkstatt.

Beide Fahrzeuge wurden im Sommer 2014 im UNIMOG-Museum in Gaggenau ausgestellt.

Unimog U 2010 Typenblatt aus dem UNIMOG-Museum

15.06.2018 Unimog U 2010 im UNIMOG-Museum zur 25-Jahrfeier des Unimog Club Gaggenau.

Müller-Einachsanhänger Baujahr 1968 

Von der Zeit her der ideale Anhänger ist ein Einachsanhänger (Typ UEA) der Firma Müller aus Mitteltal im Schwarzwald. Der Anhänger hat die zum UNIMOG passende Spurweite und somit auch im Gelände einen verringerten Rollwiderstand. Auch sind durch den gleichen Lochkreisdurchmesser sind die Kompletträder zwischen UNIMOG und Anhänger tauschbar. 

Bei der Entwicklung von immer wieder neuen Anhängern spielte auch die räumliche Nähe zum langjährigen Fertigungsstandort Gaggenau eine entscheidende Rolle.

In der Preisliste der Firma Müller von 1962 sind hierzu folgende Daten:

  • Fahrgestell mit Schnellläuferachse und nachstellbaren Präzisionskegelrollenlagern,
  • starke Blattfederung mit aus Stahlblech gepreßten Federschuhen,
  • Fahrgestellrahmen und Zugdeichsel aus hochwertigen Stahlprofilen, Zugöse gesenkgeschmiedet, Rahmen mit kräftigen Quertraversen, seitliche
  • Begrenzung des Pritschenbodens durch Kipperprofil,
  • Stützrolle mit Gummilaufrad und Verstellspindel umklappbar,
  • zwei kotflügelähnliche Schmutzabdeckbleche mit Schmutzlappen,
  • Scheibenräder mit Bereifung der Größe 7,5-18 Spezial. 

Weitere technische Merkmale:

  • Bremsen als Innenbackenbremsen mit S-Nocken, Schmutzabdeckblechen und selbstschmierenden Büchsen, Druckluftbremsanlage auf beide Räder wirkend. Handhebelbremse als Feststellbremse.
  • Aufbau mit Pritsche aus hochwertigem Holz mit Nut und Feder, Bordwände mit UEisen eingefasst, ohne Scheuerleisten, komplett mit gewalzten Scharnieren, Kastenverschlüssen und einer Einlegekette mit Spannhebel. Stirnwand feststehend, Seitenwände und Rückwand abklappbar.
  • Elektrische Anlage mit Schlusslicht am Nummerntafelhalter, Dreieckrückstrahler, Blinklichtanzeige als Richtungsanzeiger und Verbindungskabel zum UNIMOG. Als Zubehör wurden ein Radmutternschlüssel sowie zwei Radkeile mitgeliefert.

Die Lackierung erfolgte entweder in Standard-Unimogfarben grau, grün bzw. blau oder nach Kundenwunsch. Die Felgen sind üblicherweise rot (RAL 3000).

  • Zulässiges Gesamtgewicht 2300 kg
  • Nutzlast 1700 kg
  • Pritschenlänge außen 2200 mm, Breite 1560 mm
  • Bordwandhöhe 300 mm Ladehöhe unbelastet ca. 1030 mm
  • Gesamtpreis in Serienausstattung (1962!) 3100 DM.

Müller Mitteltal Prospekt,
Spezial-UNIMOG Einachs-Anhämger und Kipper

Einachsanhänger Müller Mitteltal Typ UEA

2. UNIMOG U 401 Baujahr 1955

Die Berliner Stadtreinigung vergab 1955 einen Großauftrag zur Lieferung von insgesamt 28 UNIMOG an die Firma Hans-Henning Endres GmbH & Co. KG in Berlin.

Die Kundenliste der Firma-Endres beschreibt hier 1956 unter den Folgenummern 244 ff. 20 UNIMOG mit festem Fahrerhaus, Druckluftanlage, Kriechgangzusatzgetriebe, Sonderabtrieb, Heizungs- und Belüftungsanlage, einseitigem Schneeschild sowie Aufreißgerät samt Planierschild auch das hier zu beschreibende Fahrzeug. (Betr. Nr. U 25).

Zur Ausstattung des UNIMOG U 401 im genannten Auftrag gehörten ein Schmidt Schneepflug mit Luftbetätigung, eine heckseitige Eisaufreißanlage sowie ein 1000-Liter Wasserfass.
Die Fahrzeuge wurden im Konvoi auf eigener Achse von Gaggenau nach Berlin überführt und am 20. Dezember 1955 ausgeliefert.

Im Ablieferbuch des Daimler-Benz Werks Gaggenau finden wir hierzu die folgenden Angaben:

  • Unimog 25 PS mit der Fahrgestellnummer 401.104-5503420, abgeliefert am 7. November 1955 mit der Motor-Nummer 636.914-55.03396 über Fa. Endres, Berlin an Berliner Stadtreinigung in der Ausführung: Festes Fahrerhaus, Sonderabtrieb, Kraftheber sowie Anhängerbremsanlage. 

Unimog U 25 mit Westfalia B-Fahrerhaus (Froschauge).
Der Unimog erhielt den Spitznamen "Putzteufel".

Fahrzeug ist klassifiziert als selbstfahrende Arbeitsmaschine. Weitere Informationen:

  • Lackierung RAL 1014 (beige)
  • Kaufpreis DM 11.980,-

Der Kraftfahrzeug-Brief I Nr. 7582854 beschreibt für das Kennzeichen KB 053-967 (sofort geändert in B-S 567) zur Zulassung am 20. Dezember 1955 folgende Details:

  • Fahrgestell-Hersteller Daimler-Benz AG, Werk Gaggenau
  • Typ UNIMOG 25 PS
  • Fahrgestellnummer 401.104-5503420
  • Baujahr 1955
  • Antriebsmaschine Daimler-Benz AG, Werk Untertürkheim
  • Typ OM 636 / VI U
  • Motornummer 636-914-55.03396
  • Dauerleistung 25 PS bei 2350 U/min
  • Pritsche mit den Maßen: Länge 1475 mm, Breite 1500 mm, Höhe 360 mm
  • Leergewicht: 1926 kg, zulässiges Gesamtgewicht 4000 Kg (vorn und hinten je 2300 kg)
  • Bereifung 6,50-20
  • Anhängerkupplung Ringfeder/Rockinger
  • Höchstgeschwindigkeit 56 Km/h
  • Geräuschentwicklung Stand- bzw. Fahrgeräusch 85 phon

Auf der Pritsche befand sich ein Wassertank.

Unimog Prospekt von Sept. 1955

Unimog Preisliste Februar 1955

BSR Fahrzeug-Stammkarte (beispielhaft vom Unimog U2)

Das Fahrzeug leistete bei der Berliner Stadtreinigung treue Dienste bis zum Jahresende 1974. Die Stilllegung erfolgte am 10.Januar 1975.

Bereits am 25. November 1975 erwarb die Firma Endres den in schlechtem äußeren Zustand und mit defektem Motor abgestellten UNIMOG von der Berliner Autoverwertung Müller zusammen mit dem nachfolgend zu beschreibenden UNIMOG U 25.

BSR Ringbahnstraße Berlin Tempelhof, Ausmusterung des Unimog U25

Bereits ab 8. Dezember 1975 begann die Aufarbeitung bei Firma Endres. Natürlich ging dies ohne Hektik vor sich und einige Arbeiten wie Sitze, Dachverkleidung, Lackierung des zwischenzeitlich orange gestrichenen UNIMOG wurden auch noch 1985 bis 1987 durchgeführt.

März 1995 erfolgte zweite Instandsetzung

Mai 2001 erfolgte dann die dritte Instandsetzung, diesmal mit Original-Lackierung in RAL 1014 (elfenbein).

Bewegung erhielt der Oldtimer durch die Teilnahme am Fest „50 Jahre UNIMOG in Gaggenau“ im Juni 2001.

Seit der Eröffnung des UNIMOG-Museums in Gaggenau darf dieses Fahrzeug immer wieder dem Publikum in Ausstellungen gezeigt werden.

Unimog U 401 Typenblatt aus dem UNIMOG-Museum

Während der Sonderausstellung war auch ein Modell des Putzteufels im Maßstab 1:18 zu bewundern. Diese Modell wurde speziell als Unikat aus einem Schuco Grundmodell gesupert.

3. UNIMOG U 401 Schmidt Schneefräse Baujahr 1956

Auch dieser 1956 in Gaggenau gebaute und von der Firma Alfred Schmidt in St. Blasien / Schwarzwald als selbstfahrende Schneefräse ausgestattete UNIMOG 401 (U 25) gehörte zu dem bereits berichteten Großauftrag für die Berliner Stadtreinigung. Dort erhielt er die die interne Bezeichnung UF 9. 

Das Fahrzeug wurde als selbstfahrende Arbeitsmaschine eingesetzt. Zur Ausstattung des UNIMOG U 401 gehörte eine Schmidt Vorbau-Schneefräse (Stirnfräse) Type VF 1-U mit Aufbaumotor OM 312 6-Zylindermotor der Firma Daimler-Benz AG mit 90 PS auf der verlängerten Pritsche und Durchführung der Kardanwelle durch das Fahrerhaus. Es gab aus dem gleichen Auftrag noch zwei „Schwesterfahrzeuge“ sowie zwei mit einer Seiten-Schneefräse ausgestattete Exemplare.

Im Ablieferbuch des Daimler-Benz Werks Gaggenau finden wir hierzu die folgenden Angaben:

Die Kundenliste der Firma-Endres beschreibt hier 1956 unter den Folgenummern 264 ff. drei UNIMOG mit Druckluftanlage, Kriechgangzusatzgetriebe, Sonderabtrieb sowie Vorbau-Schneefräse auch das hier zu beschreibende Fahrzeug (Betr. Nr. UF9).

Als weitere Quelle zu den Ursprüngen dieses UNIMOG könnten wir auch den damaligen Kraftfahrzeugbrief 8166511 ansehen. Leider ist der nicht mehr existent, so dass wir hier andere Datenquellen heranziehen müssen. Dort ist u.a. noch vermerkt, dass der UNIMOG in der Farbe RAL 3014 (beige) lackiert ist.

Bei der Zulassung erhielt der UNIMOG das Kennzeichen B-S 569 mit folgenden Details:

Fahrgestell-Hersteller Daimler-Benz AG, Werk Gaggenau

Das Fahrzeug ist klassifiziert als selbstfahrende Arbeitsmaschine.

Das Fahrzeug leistete bei der Berliner Stadtreinigung treue Dienste bis zum Jahresende 1974.

Die Stilllegung erfolgte am 10.Januar 1975. Danach stand das Fahrzeug auf dem Tempelhofer Betriebshof der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR).

„Die Schläuche der Reifen hielten keine Luft mehr, am Fahrerhaus wucherte der Rost und die hölzerne Pritsche faulte langsam aber sicher immer stärker durch. Lange hätte das hochbeinige Gefährt sein Aschenputteldasein nicht mehr durchgehalten“.

Der damalige BSR-Werkstattleiter bot es dem damaligen Museum für Verkehr und Technik als Geschenk an und erhielt kurzfristig den Bescheid, dass es in den Bestand des Museums aufgenommen wird. Im März 1991 wurde die UNIMOG-Schneefräse an das Deutsche Technikmuseum Berlin (DTMB) (bis 1996 Berliner Museum für Verkehr und Technik / (MVT) in der Trebbiner Straße 25 in Berlin-Kreuzberg übergeben. Es wurde zunächst mit Muskelkraft in eine überdachte Depothalle des MVT (ein früheres Gebäude der ehemaligen Argus-Flugzeugmotorenwerke) untergestellt.

Bereits im Sommer 1992 kam Hans-Rüdiger Endres auf die Museumsleitung mit dem Angebot einer Restaurierung des UNIMOG zum vierzigjährigen Firmenjubiläum seines Unternehmens zu. Hatte doch sein Vater diese Schneefräse knapp vier Jahrzehnte zuvor höchstselbst an die BSR ausgeliefert. Für seine Restaurierungszusage durfte er auf die Unterstützung der Daimler-Benz AG, Werk Gaggenau und der Schneefräsenfirma Schmidt in St. Blasien bauen. Das Fahrzeug wurde huckepack in den Endres-Zweigbetrieb nach Ludwigsfelde (Brandenburg) transportiert.

Nach Demontage der Schneefräse wurde dies auf einer Spezialpalette per Bahn ins Schwarzwälder Herstellerwerk transportiert. “Während dort die Spezialisten sofort mit Sandstrahlgerät dem roten Schaufelwerk zu Leibe rückten“, fand Hans-Rüdiger Endres für den UNIMOG in Horst Wirtgen, einem ehemaligen Endres-Mitarbeiter aus dem Hauptbetrieb in der Kaiserin-Augusta-Allee, den geeigneten Restaurator. Unterstützung fand dieser durch Lehrlinge des Ludwigsfelder Betriebs, die insgesamt 1500 Stunden in die Restauration investierten.

Im März 1993 wurde die Schneefräse nach Ludwigsfelde transportiert.

Der Unimog wurde dort in alle Einzelteile zerlegt und komplett restauriert.

Hier ist der Unimog bereits fahrbereit.

29.04.1993 Übergabe der UNIMOG-Schneefräse aus dem Bestand der Berliner Stadtreinigung für das Museum für Verkehr und Technik (v.l.n.r.):

  • Manfred Orlowski,
  • Horst Wirtgen,
  • Gerhard Hinrichs,
  • Hans-Rüdiger Endres

27.05.2011 - Abholung und Transport des Unimog U 401 mit Schmidt Schneefräse aus dem Museumsdepot.

28.05.2011 - Unimog U 401 mit Schmidt Schneefräse beim Jubiläum 125 Jahre Kurfürstendamm / Oldtimer-Corso auf dem Ku’damm zum 125. Geburtstag des Automobils mit rund 1250 wertvollen Oldtimern aus ganz Europa.

27.08.2011 - Unimog U 401 mit Schmidt Schneefräse beim Jubiläum 125 Jahre Automobil auf dem Flughafen Tempelhof.

Während der Sonderausstellung im UNIMOG-Museum 2014 wurde das Fahrzeug dort zusammen mit dem „Schwesterfahrzeug“ BSR U 25 von April bis Oktober ausgestellt.

Unimog U 401 Schneefräse Typenblatt aus dem UNIMOG-Museum

4. Unimog U 406 Schmidt Schneefräse Baujahr 1974

Die Berliner Flughafengesellschaft mbH hat für den Zentralflughafen in Tempelhof am 27.09.1974 zwei UNIMOG U 406 (U 84) mit Schneefräse VF 3 (DA 13) beschafft. Der damalige Anschaffungspreis dürfte 150.000 bis 200.000 DM betragen haben.

Die Fahrzeug-Datenkarte gibt uns hierzu folgende Informationen:

In der Kundenliste der Firma Endres ist das Fahrzeug 1974 mit obigen Daten vermerkt.

Angebaut war eine Schmidt-Vorbau-Schneefräse des Typs VF 3, die von einem Sechs-Zylinder-Dieselmotor OM 353.902-10-329796 der Daimler-Benz AG angetrieben wurde.

 

Auf dem Flughafen Tempelhof waren danach insgesamt acht Fahrzeuge UNIMOG U 406 mit unterschiedlichen Schmidt-Schneeaggregaten beschafft worden. Da das Fahrzeug nur für den Einsatz auf dem Flughafen vorgesehen war, gab es keine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr.

Weitere Daten:

  • Lackierung RAL 1023 (verkehrsgelb)
  • Höchstgeschwindigkeit betriebsbedingt 40 km/h
  • Leistung des Antriebs 84 PS bei 2550 U/min
  • Hubraum 5675 cm³
  • Fahrzeug-Abmessungen Länge 6200 mm, Breite 2520 mm, Höhe 3100 mm
  • Zulässiges Gesamtgewicht 8000 kg 

Der Fahrzeugbrief gibt hier weitere Informationen:

  • Zulässige Achslast vorn sowie hinten je 5000 kg
  • Der Antriebsmotor für die Schneefräse mit Getriebe auf der Pritsche ist ein OM 355 A der Daimler-Benz AG.
  • Die Vorbau-Schneefräse hat die Hersteller-Nr. 3305.

1974 Unimog U406 BFG Fahrzeugkarte 406-120-10-023846

Prospekt - Schmidt Schneefräse VF 3

Juni 2008 - Begutachtung der Unimog U 406 Schneefräse im Depot der Berliner Flughafengesellschaft auf dem Flughafen Tegel Nordseite.

Die Außerbetriebsetzung erfolgte am Flughafen Tegel 2008 mit 1250 km Fahrleistung sowie 256 Betriebsstunden; die Schneefräse hatte 515 Betriebsstunden.

06.10.2008 Abholung der Schneefräse aus dem BFG Depot Flughafen Tegel Nordseite.

Aufgrund des guten Pflegezustands war keine Restaurierung erforderlich.

Der UNIMOG wurde gewaschen, gewachst, gewartet und einsatzbereit übergeben.

Mai 2009 - Unimog U 406 Schmidt Schneefräse auf dem Endres Betriebsgelände

So konnte das Fahrzeug im Sommer 2009 bereits ein Glanzpunkt der Jahresausstellung „Faszination Winterdienst“ sein.

Abholung der Unimog Schneefräse vom Endres Betriebsgelände.

Während der Sonderausstellung im UNIMOG-Museum 2014 wurde das Fahrzeug dort von April bis Oktober ausgestellt.

Unimog U 406 Schmidt Schneefräse Typenblatt aus dem UNIMOG-Museum

15.06.2018 Unimog U 406 der Berliner Flughafen Gesellschaft im UNIMOG-Museum zur 25-Jahrfeier des Unimog Club Gaggenau.

5. Unimog U 416 mit Ruthmann-Schräghubwagen Baujahr 1974

Der UNIMOG der eher exotischen Art wurde am 17.Oktober 1974 zusammen mit einem zweiten Exemplar an die Berliner Polizei ausgeliefert.

Aus der Endres-Kundenliste können wir entnehmen:

Die Fahrzeug-Datenkarte präzisiert zusätzlich:

  • Fahrerhaus 406.821
  • Kaufpreis 31.396.- DM und gibt den Hinweis auf den Sonderaufbau Ruthmann SU 984.
  • Weiter gibt es an anderer Stelle die Information zur Lackierung RAL 5011 (stahlblau), die Leistung mit 90 PS bei 2800 U/min, den Hubraum mit 5638 cm³, das Leergewicht mit 4850 kg sowie das zulässige Gesamtgewicht mit 8400 kg. 
  • Länge 7950 mm, Breite 2500 mm, Höhe 2350 mm

Dem Kraftfahrzeugbrief können wir außerdem entnehmen:

  • Zulassung am 18.Oktober 1974

Nach hinten schräg absenkbare Ladefläche und motorhydraulische Kettenwinde hinter dem Fahrerhaus (Eintragungen durch Firma Ruthmann, Stadtlohn bzw. DEKRA am 1. August 1974).

1974 Unimog U90 T Berliner Polizei Fahrzeugkarte 416-133-12-013131

Am 15. November 1978 wurde das Fahrzeug erstmalig seitens der Berliner Polizei stillgelegt und am 4. Juli 1979 mit dem Kennzeichen B-AW 5983 für die Spedition Wolfgang Weber in Berlin 21 erneut zugelassen.

Eine weitere Umschreibung erfolgte zum 11. März 1992 auf die die Firma Weber+Manke GmbH, Güternahverkehr+Stapler-Service in 1140 Berlin. Die neuerliche Stilllegung erfolgte am 16. Januar 1996, die Wiederinbetriebnahme zum 26. Januar1997.

Erneute Stilllegung am 30. Dezember 1997 und Wiederinbetriebnahme am 28. Juni 1999 sowie die letzte Stilllegung am 5. Januar 2000. Diese Daten korrelieren wohl mit entsprechenden Fristverlängerungen.

Diese Spur verliert sich leider; der Rückkauf durch Hans-Rüdiger Endres und die nachfolgende Restauration erfolgte ab dem 10. Juni 2010.

Hubwagen mit demontierter Hubtechnik.

Unimog U 416 mit Ruthmann-Schräghubwagen mit ausgefahrener Hubvorrichtung unter der Hinterachse.

Unimog U 416 mit Ruthmann-Schräghubwagen auf dem Endres Betriebsgelände.

Nach erfolgten Restaurierungsarbeiten befand sich das Fahrzeug zwischenzeitlich in der „Polizeihistorischen Sammlung“ in Berlin.

 

07.04.2014 Abholung des Unimog U 416 mit Ruthmann-Schräghubwagen für die Sonderausstellung im UNIMOG-Museum "Der Unimog in Berlin"

Im Jahr 2014 wurde der UNIMOG anlässlich der Sonderausstellung „Der Unimog in Berlin“ im UNIMOG-Museum in Gaggenau präsentiert.

Unimog U 416 T Ruthmann Schräghubwagen Typenblatt aus dem UNIMOG-Museum

Juli 2020 - Transport des U 90 T vom Berliner Polizei-Museum zum UNIMOG-Museum

Unimog Kalenderblatt Juni 2021,
Unimog 416, Baujahr 1974, in der Triebkopfvariante mit Ruthmann Schräghubwagen, früher eingesetzt als Bergefahrzeug bei der Berliner Polizei.

6. Unimog U 421 Baujahr 1985 

Die Kundenliste der Firma Endres dokumentiert für den 6. März 1985 die Auslieferung eines UNIMOG U 600 (U 421.141) mit Kehrmaschine und Streuautomat STA 80 der Firma Gmeiner, Amberg, an die Berliner Feuerwehr, Nikolaus-Gross-Weg 2 in 13627 Berlin. Die Zulassung mit dem polizeilichen Kennzeichen B-2430 erfolgte am 1. April 1985.

Das Fahrzeug wird, teilweise im Wechsel mit einem Federklappen-Schneepflug Typ F 1.1 der Firma Schmidt, St. Blasien, ganzjährig auf dem Gelände der Berliner Feuerwehr, Nikolaus-Gross-Weg 2 eingesetzt.

Die Fahrzeug-Datenkarte gibt darüber hinaus folgende Informationen:

Der Fahrzeugbrief 82691852 gibt dazu noch weitere Details:

  • Fahrzeugart Zugmaschine
  • Leistung 38 kW (52 PS) bei 3000 U/min
  • Hubraum 2376 cm³
  • Höchstgeschwindigkeit 62 km/h
  • Leergewicht 2850 kg, zulässiges Gesamtgewicht 4200 kg
  • Nutzlast 1350 kg
  • Maße Länge 4040 mm, Breite 1925 mm, Höhe 3065 mm
  • Zulässige Achslast vorn 2600 kg, hinten 2600 kg
  • Bereifung vorn + hinten entweder 10,5-20 MPT 6 PR oder 12,5-18 MPT 8 PR
  • Anhängelast 3500 kg bei Anhänger mit, 1425 kg bei Anhänger ohne Bremse
  • Zulässige Stützlast an der Anhängerkupplung nur bei Grundausrüstung 1000 kg
  • Standgeräusch 95 dB (A), Fahrgeräusch 81 dB (A)
  • Ausrüstung mit gelber Rundumleuchte § 52 (4) 1 StVZO 
  • Späteres Kennzeichen B-EJ 7582
  • Außerbetriebsetzung: 12.Juli 2007
  • Gefahrene Kilometer 2700 in 22 Jahren!!
  • Betriebsstunden 600

Juli 2007 - Begutachtung des Unimog U 421 bei der Berliner Feuerwehr

1985 Unimog U421 Berliner Feuerwehr Fahrzeugdaten 421.141-10-117834

August 2007 - Unimog U 421 der Berliner Feuerwehr mit Gmeiner Streugerät auf dem Endres Betriebsgelände.

13.11.2007 - Unimog U421 der Berliner Feuerwehr im Technik Museum Berlin. Dort fand das UCG Regional-Treffen statt, dass Herr Endres organisert hatte.

Nach einer abendlichen Sonderführung durch das Technik-Museum folgte ein Typenkundeabend mit dem Vorstand des Unimog Club Gaggenau.

28.05.2011 - Unimog U 421 der Berliner Feuerwehr beim Jubiläum 125 Jahre Kurfürstendamm / Oldtimer-Corso auf dem Ku’damm zum 125. Geburtstag des Automobils mit rund 1250 wertvollen Oldtimern aus ganz Europa.

27.08.2011 - Unimog U 421 der Berliner Feuerwehr beim Jubiläum 125 Jahre Automobil auf dem Flughafen Tempelhof.

01.04.2014 Es wurde der Ruwe Unimog, der Feuerwehr Unimog und der Unimog U 2010 Anhänger für die Sonderausstellung des UNIMOG-Museums abgeholt.

Eintreffen des Unimog U 421 der Berliner Feuerwehr im Unimog-Museum zur Sonderausstellung "Der Unimog in Berlin".

Ab April 2014 wurde der Unimog U 421 der Berliner Feuerwehr anlässlich der Sonderausstellung „Der Unimog in Berlin“ im UNIMOG-Museum in Gaggenau präsentiert.

Unimog U 421 Berliner Feuerwehr Typenblatt aus dem UNIMOG-Museum

10.09.2017 - Tag des offenen Denkmals bei der Autobahnmeisterei Erkner,
als Tagesbesucher war der Unimog U 421 der Berliner Feuerwehr mit Gmeiner Streugerät vorort.

7. Unimog U 406 Baujahr 1988

Die Berliner Wasserbetriebe beschafften 1988 einen UNIMOG U 900 (U 406) mit breiten „Sandreifen“, der zum Betrieb der sog. Versickerungsbecken (8000 bis 20000 m²) eingesetzt wird.

Beim Versickern von Oberflächenwasser (aus der Havel bzw. dem Tegeler See), welches bereits mittels einer vorgeschalteten Mikrosiebanlage mechanisch gereinigt wurde, bildet sich infolge der biologischen Inhaltsstoffe des Wassers auf der Beckensohle eine wasserundurchlässige Schicht.

Nach Austrocknung der Beckensohle wird mit einem Räumgerät die verunreinigte Kiesschicht (etwa 4 cm) abgetragen und auf die Ladefläche des UNIMOG verladen. Der abgetragene Kies wird zu einer Anlage, die durch Sieben und Waschen reinigt, gefahren und entsprechend behandelt. Danach erfolgen der Rücktransport und die Aufbringung des gewaschenen Kieses gleichmäßig, gelockert und mit einem Glättbalken geebnet, auf die Beckensohle. Nun kann der Versickerungsprozess von neuem beginnen.

Markant waren die Unimog der Berliner Wasserbetriebe durch ihre Breitreifen (Sandreifen). Die Kotflügel wurden speziell für die Breitreifen angepasst.

Die Kundenliste der Firma Endres beschreibt diesen UNIMOG, der am 8. Februar 1988 gleichzeitig mit einem UNIMOG U 1000 an die Berliner Wasserwerke, Eigenbetrieb des Landes Berlin, geliefert wurde, nicht detaillierter.

In der Fahrzeug-Datenkarte finden wir noch weitere Informationen:

  • Fahrgestellnummer WDB 406-120-1W-144364
  • Motornummer 353.902-10-858283
  • Bereifung Continental 22-20 Super-Sand schlauchlos
  • Fahrerhaus offen; Eller Hardtop
  • Farbe Aufbau RAL 5015 (himmelblau) 59
  • Anhänger-Kupplung Rockinger

Der Kraftfahrzeugbrief 979220 gibt nun weitere Details:

  • Leistung 62 kW (84 PS) bei 2550 U/min
  • Hubraum 5636 cm³
  • Höchstgeschwindigkeit 79 km/h
  • Leergewicht 3600 kg, zulässiges Gesamtgewicht 6000 kg
  • Nutzlast 2400 Kg
  • Zulässige Achslast vorn und hinten je 3500 kg
  • Anhängelast gebremst 8000kg, ungebremst 1800 kg
  • [mit mehrachsigem Zentralachsanhänger 9000 kg]
  • Standgeräusch 90 dB(A), Fahrgeräusch 84 dB(A)
  • Tag der ersten Zulassung: 15.Februar 1988 mit amtlichem Kennzeichen BPV 541 

1987 Unimog U900 BWB Fahrzeug-Datenkarte 406.120-1W 144364

Das Fahrzeug wurde am 14. Juli 2010 außer Betrieb gesetzt und am 9. Oktober 2012 von der Firma Endres rückgekauft. Zum 21.Dezember 2012 hatte der UNIMOG eine Laufleistung von 17425 Kilometern sowie 1782 Betriebsstunden. Nun sind dort Nachfolgefahrzeuge der UNIMOG U 300-Reihe im Einsatz.

28.05.2011 - Unimog U 406 der Berliner Wasserbetriebe beim Jubiläum 125 Jahre Kurfürstendamm / Oldtimer-Corso auf dem Ku’damm zum 125. Geburtstag des Automobils mit rund 1250 wertvollen Oldtimern aus ganz Europa.

27.08.2011 - Unimog U 406 der Berliner Wasserbetriebe beim Jubiläum 125 Jahre Automobil auf dem Flughafen Tempelhof.

Anfang April 2014 wurde der Unimog U 406 der Berliner Wasserbetriebe und der MB-trac der Berliner Flughafen Gesellschaft für die Sonderausstellung des UNIMOG-Museums abgeholt.

Im Jahr 2014 wurde der UNIMOG anlässlich der Sonderausstellung „Der Unimog in Berlin“ im UNIMOG-Museum in Gaggenau präsentiert.

Unimog U 406 Typenblatt aus dem UNIMOG-Museum

Oktober 2016 - 70 Jahre Unimog-Jubiläum im Unimog-Museum,
der Unimog U 406 der Berliner Wasserbetriebe wurde mit einer Kahlbacher Schneefräse ausgerüstet.

8. MB-trac 700 K Baujahr 1986

Am 11.061986 übergibt die Firma Endres zwei MB-trac 700 in Kommunal-Ausführung an die Berliner Flughafengesellschaft mbH am Flughafen Tegel in der Farbe RAL 1021 (gelb), der später mit dem polizeilichen Kennzeichen B- XC 973 zugelassen wurde.

Die Kundenliste der Firma Endres vermerkt, dass zeitgleich noch ein zweites Exemplar ausgeliefert wurde.

Auf dem Endres Betriebsgeläbde, bereit zur Auslieferung an die Berliner Flughafengesellschaft.

Die Fahrzeug-Datenkarte informiert weiter:

  • Fahrgestellnummer WDB440.1670W130131
  • Motornummer 314-957-10-491140 mit 68 PS bei 2600 U/min
  • Bereifung 14,4 R 20 10 PR Continental MPT

Der in der Dokumentation angegebene Fahrzeugbrief 88660737 ist leider trotz Nachfrage nicht aufzufinden gewesen.

  • Leergewicht 3660 kg, zulässiges Gesamtgewicht 6000 kg
  • Maße des Fahrzeugs Länge 4280 mm, Breite 2000 mm, Höhe 2690 mm

1986 MB-trac 700 K BFG Montage-Auftrag 440-167-03-130131

Innerhalb des Flughafens ist der MB-trac mit der Kennnummer 2265 und einem großen „M“ rechts und links auf der Ladepritsche gekennzeichnet. Kombiniert wurde der MB-trac mit dem Schmidt-Vorbau-Kehrbesen, und einem Frontlader der Firma Stoll.

Übernahme des Fahrzeugs durch Firma Endres am 20. März 2012.

Zwischenzeit ist das Fahrzeug an das UNIMOG-Museum, Gaggenau mit einer Kilometerleistung von ~4400 km und 4363 Betriebsstunden übergeben worden.

Das Fahrzeug wurde im UNIMOG-Museum anlässlich der Ausstellung „Der UNIMOG in Berlin“ im Sommer 2014 und zum 70-jähigen Unimog-Jubiläum 2016 gezeigt.

MB-trac 700 K Typenblatt aus dem UNIMOG-Museum

9. Verbleib der Fahrzeug-Sammlung

Die Begeisterung von Hans-Rüdiger Endres für das Universal-Motorgerät (UNIMOG) äußert sich seit vielen Jahren nicht nur in seinem unternehmerischen Engagement.

Neben dem jahrzehntelangen Sammeln von Modellen des UNIMOG sowie MB-trac ist seit längerem auch die Leidenschaft zum Bewahren alter Fahrzeuge dieser Produkte im Maßstab 1:1 virulent. Hier sind es Fahrzeuge, die über die Zeit von 1952 bis 1988 exemplarisch die Bedeutung von UNIMOG und MB-trac für Berlin wiedergeben.

Durch die Endres-Kundenliste war ja bekannt, was auf Grund der Insellage in Berlin gekauft bzw. bewegt wurde. Allerdings waren hierunter auch Fahrzeuge, die nicht mehr in erster Hand waren. Ebenso gab es natürlich auch jede Menge „Überraschungen“, wenn dann ein gekauftes Fahrzeug detaillierter „unter die Lupe genommen“ wurde. Aber mit der beharrlichen Art von Hans-Rüdiger Endres ist es gelungen, die Fahrzeuge seiner Sammlung alle zumindest in ausstellungswürdigem Zustand herzurichten bzw. zu erhalten.

Hans-Rüdiger Endres hat sich zum Ziel gesetzt, diese Fahrzeuge „artgerecht“ zu erhalten. Das eine oder andere Fahrzeug dieser Sammlung wurde zu den verschiedensten Anlässen in Berlin gezeigt.

Die meisten Fahrzeuge der Sammlung von Hans-Rüdiger Endres fanden zwischen­zeitlich auch den Weg in die immer wieder zu anderen Themen neu bestückte Ausstellung im UNIMOG-Museum in Gaggenau.

Zwischenzeitlich sind folgende Fahrzeuge vom UNIMOG-Museum übernommen worden:

2. Unimog U 401 mit Schneepflug BSR
4. Unimog U 406 mit Schneefräse BFG
5. Unimog U 416 mit Ruthmann Schräghubwagen Polizei
7. Unimog U 406 mit Breitreifen BWB
8. MB trac mit Kehrmaschine BFG

Das dortige Interesse an diesen Fahrzeugen beweist den Weitblick und die Einmaligkeit beim Aufbau dieser Sammlung durch Hans-Rüdiger Endres.

 

Der unter Position 1 vorgestellte Unimog U 2010 mit dem Müller-Mitteltal Ein-Achs-Anhänger ist als Dauerleihgabe im Unimog Museum ausgestellt.

Der unter Position 3 vorgestellte Unimog U 401 mit Schneefräse ist im Depot des Deutschen Technikmuseum Berlin (DTMB) untergebracht.

Der unter Position 6 vorgestellte Unimog U 421 erhält sein „Gnadenbrot“ bei der Firma Endres in Oranienburg.